Löwenzahn auf dem Teller
Frühling ist Löwenzahn-Zeit, auf jeden Fall bei uns,
in den Eifelküchen – und eigentlich überall, oder?
Die markanten Blätter kennt jeder, die leuchtend gelben Blüten auch, doch im frühen Frühjahr – oder in der Nordeifel im späteren Frühjahr -pflücke ich fast jeden Vormittag eine Schüssel dieser zarten Blätter.
Am besten macht man das, bevor die Pflanze zu groß wird und blühen möchte, ihre Kraft in die gelbe Pracht steckt.
Die Löwenzahn-Blätter werden gewaschen und abgetrocknet (Salatschleuder) und klein geschnitten, fast als würden wir Salat machen. Aber es wird besonders für die etwas herben, bitteren (und dadurch so gesunden) Blätter viel schmackhafter, wenn wir keinen reinen Salat, sondern eine Mischung mit Kartoffeln machen.
Ich koche also Kartoffeln und mache Püree oder Kartoffelstampf daraus, der zweite Bestandteil des Rezeptes.
Als dritter Bestandteil meines Rezeptes ist eine würzige Sauce: ich schwitze in einem kleinen Kessel zwei Zwiebeln an.
Dazu nehme ich Butter und/oder Olivenöl, gebe etwas Katenschinken in kleinen Würfeln dazu (die Vegetarier lassen den einfach weg), etwas Knoblauch wer mag und lösche diese Sauce mit einem guten Schuß Essig ab. Hier nehme ich hellen Essig und auch gerne etwas dunklen Balsamico, einen Löffel Senf, etwas Sojasoße, ordentlich Salz und Pfeffer, Paprika, eine Prise Zucker oder ein wenig Honig.
Dann kommt es zum Zusammenfügen der drei Bestandteile:
In eine große Schüssel gebe ich die klein geschnittenen Löwenzahnblätter, den Kartoffelbrei und die Soße und vermenge alles sorgfältig.
Zur Garnitur noch etwas frischen Schnittlauch, Frühlingsziwebeln oder Petersilie oder andere Wildkräuter. Fertig!
Zum LöwenzahnKartoffelstampf, der recht würzig schmecken sollte, kann man Eier kochen, am besten etwas weicher, Rühreier oder Spiegeleier machen und dazu essen.
Probiert es einmal aus!
Ihr werdet begeistert sein über dieses sehr gesunde, natürliche, frühlingshafte, preiswerte Essen.
Der Püree schmeckt auch kalt noch sehr gut – also die Reste werden sicher später noch verputzt.