Maronenkuchen aus Uzès

Maronenkuchen aus Uzès

Französischer Maronenkuchen aus Uzès

Ein Rezept aus dem Roman „Isabelle & Madeleine – Das Haus mit dem Maronenbaum“

„Das Schild des Antiquitätenladens am Ende der Straße lockt wie ein Magnet. Die Hausfront wirkt alt und etwas müde, Baugerüst und Container drängen sich daneben. Die Tür steht offen.
Drinnen ist es schummrig und kühl, überall stapeln sich Dinge – Möbel, Bilder, kleine Fundstücke. Vorsichtig taste ich mich zwischen den Regalen hindurch.
Geradeaus wird es heller. Am Ende des Raumes öffnet sich plötzlich ein Innenhof.
Dort liegt ein kleines Café, ein Ort für Eingeweihte. Unter Sonnenschirmen und Palmen in großen Kübeln sitzen Menschen bei Kaffee, Rosé oder Pastis und genießen die Ruhe abseits der Straße.
Eine Frau mit wilden roten Locken und einem geblümten Sommerkleid begrüßt mich – zuerst natürlich Tartine. Sie heißt Juli, ohne ie, wie sie lachend erklärt. Es ist ihr Café, ihre Backstube und ihr Lieblingsort.
Und irgendwann steckt sie mir ein Rezept zu. (…)“

 
 

Manche Dinge aus meinen Romanen haben einen sehr realen Ursprung – kleine Begegnungen, Orte oder auch Rezepte.
In meinem Roman „Isabelle & Madeleine – Das Haus mit dem Maronenbaum“ trifft Isabelle viele Menschen, die ihr mit großer Herzlichkeit begegnen. Und die tolle Koch– und Backrezepte haben.


„Rasch eile ich zum Parkplatz, der inzwischen bis auf den letzten Platz belegt ist.
An der Schranke suche ich in meiner Tasche nach dem Portemonnaie und ziehe dabei einen Umschlag hervor. Dunkelblau, mit weißer Schrift: pour Isabelle 😉
Verwundert halte ich ihn in der Hand. Erst einmal muss ich ausparken – hinter mir beginnt bereits ein Hupkonzert. Ein Stück außerhalb des Ortes halte ich am Straßenrand und öffne neugierig den Umschlag.
Darin liegt ein Blatt Papier mit den typisch französischen, feinen Linien und ein handgeschriebenes Rezept: „Gâteau Marrons retournés“.
Auf einem kleinen Klebezettel steht: Pour Isabelle – ein erstes Rezept, viele werden folgen. Probiere es am Wochenende aus. Bon appétit et bisous, Juli!“

Dieses kleine Geschenk stammt von Juli, der Besitzerin eines Cafés im südfranzösischen Uzès.
Der Kuchen ist etwas Besonderes: Beim Backen vertauschen sich die Schichten – der obere Teig sinkt nach unten, während die Quarkmasse nach oben steigt.
Probiert es einmal aus.

Rezept: Gâteau Marrons retourné

Für den Rührteig

100 g Mehl (Dinkel oder Weizen 630/550)
50 g feines Maronenmehl
120 g Zucker
150 g Butter (weich)
3 Eier
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz

Nach Geschmack:
Vanille, Zitronenschale oder etwas Zitronensaft

Für die Quarkschicht

500 g Quark
3 Eier
100 g Zucker
150 g Butter (weich)
1 Päckchen Vanillepuddingpulver

Nach Belieben:
eine Prise Salz und etwas Zitronenschale oder Zitronensaft

  1. Rührteig herstellen
    Die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren.
    Die Eier einzeln unterrühren.
  2. Trockene Zutaten hinzufügen
    Mehl, Maronenmehl, Backpulver und Salz mischen und unter den Teig rühren.
    Nach Geschmack Vanille oder Zitronenschale hinzufügen.
  3. Backform vorbereiten
    Eine Springform (26 cm Durchmesser) gründlich einfetten.
    Wer mag, streut etwas Kokosraspel in die Form.
  4. Teig einfüllen
    Den Rührteig gleichmäßig in der Form verteilen.
  5. Quarkmasse herstellen
    Quark, Eier, Zucker, weiche Butter und Vanillepuddingpulver zu einer glatten Masse verrühren. Nach Belieben mit etwas Zitrone oder einer Prise Salz abschmecken.
  6. Schichten kombinieren
    Die Quarkmasse vorsichtig auf den Rührteig geben.
  7. Backen
    Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 60 Minuten backen.

Während des Backens passiert das kleine Wunder dieses Kuchens:
Die Schichten tauschen ihre Plätze.

Der Kuchen kann anschließend so serviert oder vorsichtig umgedreht werden.

Mein Tipp: 
Der Kuchen schmeckt besonders gut, wenn er ein wenig durchgezogen ist – am nächsten Tag entfaltet sich das Maronenaroma noch intensiver.

Bon appétit!

Das Kuchenrezept stammt aus dem Roman „Isabelle & Madeleine – Das Haus mit dem Maronenbaum“.

Hier kannst du in die Geschichte von Isabelle eintauchen, mit ihr in den Süden auswandern und Land und Leute – und viele Rezepte entdecken, die ich am Ende des Buches für dich aufgeschrieben habe.

https://christine-erkens.de/meine-buecher/romane/

 

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Sed ut perspiciatis unde omnis das ist wirklich iste natus.