Warum Glycerin? Knospenmittel selber machen …

Warum Glycerin? Knospenmittel selber machen …

Glycerin in der Gemmotherapie – was es ist und warum es in Knospenmitteln verwendet wird

Wer sich mit Knospenmitteln beschäftigt, stößt früher oder später auf eine Frage: Warum enthalten sie neben Alkohol auch Glycerin? Und ist das überhaupt notwendig?

Was ist Glycerin?

Glycerin, chemisch korrekt Glycerol, ist ein dreiwertiger Alkohol, der natürlicherweise Bestandteil pflanzlicher und tierischer Fette ist. Für die Herstellung von Knospenmitteln wird ausschließlich pflanzliches Glycerin verwendet, meist aus Pflanzenölen gewonnen.

Es ist eine farblose, sirupartige, leicht süßlich schmeckende Flüssigkeit, wasserlöslich und gut verträglich. Glycerin wird seit Langem in Lebensmitteln, Kosmetik und pharmazeutischen Zubereitungen eingesetzt.

In den Mengen, in denen es in Gemmomazeraten vorkommt, gilt pflanzliches Glycerin als unproblematisch.
Entscheidend ist die Qualität:
Verwendet werden sollte 100 % pflanzliches Glycerin in Lebensmittel- oder pharmazeutischer Reinheit.

Warum wird Glycerin bei Knospen eingesetzt?

Knospen unterscheiden sich deutlich von Blättern oder Wurzeln. Sie bestehen aus meristematischem, also teilungsaktivem Gewebe. Man kann es vereinfacht als embryonales Pflanzengewebe bezeichnen. Aus diesen jungen, noch nicht ausdifferenzierten Zellen entstehen später Triebe, Blätter, Blüten oder Früchte.

Dieses Gewebe ist besonders stoffwechselaktiv und empfindlich. Neben klassischen sekundären Pflanzenstoffen enthält es Enzyme, Wachstumsregulatoren und weitere komplexe Inhaltsstoffe.

Für eine schonende Extraktion reicht reiner Alkohol nicht aus.
Wasser löst bestimmte Inhaltsstoffe, Alkohol sorgt für Haltbarkeit und erweitert das Spektrum der gelösten Substanzen, Glycerin unterstützt die Extraktion wasserlöslicher Bestandteile und trägt zur Stabilität sowie zur besseren Verträglichkeit bei.


Deshalb werden Knospen traditionell in einer Mischung aus Wasser, Alkohol und Glycerin angesetzt.

 

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